Ein nachhaltiges Wirtschaftsverständnis entwickeln
Der Kapitalismus ist das erfolgreichste Wirtschaftsmodell der Geschichte. Er hat zu Wachstum und Wohlstand in vielen Teilen der Welt geführt. Das Wachstum führt aber auch zu Ressourcenverschwendung und Umweltzerstörung.
Die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft sind Verantwortung der Politik. Sie sind im Sinne der Nachhaltigkeit neu zu regeln. Üblicherweise wird nachhaltige Entwicklung nach Brundtland als sozial, ökologisch und wirtschaftlich ausgewogen bezeichnet. Das bedeutet neben den Aspekten der Umwelt auch sozialen Ausgleich, sowohl innerhalb der Volkswirtschaften als auch global.
Der zentrale Impuls: In den hoch entwickelten Ländern soll Wachstum – verbunden mit Ressourcenverschwendung – durch Wohlfahrt und Lebensqualität als wirtschaftliche und politische Ziele ersetzt werden.
Die bislang verwendeten Kennzahlen zur Messung und Berichterstattung des wirtschaftlichen Erfolges führen zu falschen Anreizen und sind daher zu ändern.
Was meinen wir damit?
Das BIP (Bruttoinlandsprodukt) wird den zukünftigen Anforderungen nicht gerecht. Es steuert die Welt in eine falsche Richtung und soll durch zukunftstaugliche Kennzahlen ersetzt werden. Diese Kennzahlen bilden neue Anreizmodelle. Die Welt braucht neue.
Beispiel: Der nationale Wohlfahrtsindex (NWI) aus 20 Komponenten, wie er von deutschen Institutionen empfohlen wird. Sein Verlauf divergiert vom BIP – dieses steigt ab 2003 weiter, während der NWI stagniert. Bedeutet: Die Wohlfahrt nimmt nicht mehr zu, obwohl das BIP wächst.
Faktoren, die das BIP treiben, sind oft schädlich für Mensch und Planet. In diese Richtung soll die Wissenschaft forschen, die Politik konsensfähig handeln und die Wirtschaft sich entwickeln.
Ein neues Anreizmodell für Österreich, Europa und die Welt ist das Ziel.
Viele Initiativen gehen in diese Richtung. Der Impuls spricht sich nicht für einen bestimmten Indikator aus, sondern für den Grundsatz, die Ziele neu zu denken. Regierungen sollen den falschen Weg verlassen und kurzfristig umstellen.
Sprache als Schlüssel: Einfache, verständliche und einheitlich verwendete Begriffe fördern die Akzeptanz. Es braucht Aufklärung statt Werbung.
Umsetzung statt Ankündigung – der Jugend zuliebe!
Wegweiser und Beispiele
Weitere Informationen unter www.dieweltvonmorgen.at
Hinweis
Der Impuls wurde im Rahmen des Generationen-Dialogs entwickelt, recherchiert und ist als Denkanstoß, Diskussionsgrundlage und Handlungsempfehlung gedacht. Keine Haftung für Inhalte.